Denny Möller (SPD): „Kinder und Jugendliche brauchen mehr Interaktion während des Lockdowns!“

„Die Ergebnisse der vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführten aktuellen COSPY-Studie sind alarmierend. Deshalb muss dringend politisch gegengesteuert werden“, sagt Denny Möller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.

Der Sozialpolitiker setzt sich daher für mehr Begegnungen, soziale Interaktion und Partizipation für Kinder und Jugendliche ein: „Das Treffen von zwei Erwachsenen mit jeweils einem Kind im Alter von bis zu zwölf Jahren müssen möglich sein.“ Weiterhin sollte Jugendarbeit und Jugendhilfe auch in den kommenden Monaten verlässliche Angebote machen können.

„Es ist richtig, dass Jugendarbeit und Jugendhilfe trotz des Lockdowns ihre Arbeit in Stufe GELB fortführen können“, sagt Möller. „Damit dies auch künftig so bleibt, muss ein umfassendes Schutzkonzept für den Jugendbereich erarbeitet werden. Jugendarbeit und Jugendhilfe sollte schwerpunktmäßig in die Teststrategie des Landes aufgenommen und die Jugendhilfe im ‚Thüringer Orientierungsrahmen‘ berücksichtigt werden.“

Zudem gelte es, auch unter Corona-Bedingungen weiterhin die Partizipation und Mitbestimmung junger Menschen zu ermöglichen. Die Jugendvertretungen müssen auch zu den Pandemiemaßnahmen gehört werden. Dazu müsse dringend die Digitalisierung der Jugendarbeit weiter vorangetrieben werden.

Hintergrund:

COSPY zufolge fühlen sich 80 % der befragten Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Pandemie belastet, 70 % sehen ihre Lebensqualität als gemindert an und bei fast jeder/m dritte Befragte/n sind psychische Auffälligkeiten feststellbar.