Danke.

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen bedanken. Mein Wahlkreis Erfurt III ist für mich und meine SPD Erfurt eine besondere Herausforderung. Ich wußte, dass ich als neuer Kandidat mit prominenten Mitbewerbern und wenig Rückenwind durch die SPD nur erfolgreich sein kann, wenn ich mit meinem SPD-Laden deutlich mache: Es geht mir zur Landtagswahl um die SPD Thüringen insgesamt und darum vor Ort eine SPD zum anfassen und ansprechen, eine SPD für die Vielen zu vertreten. Das haben die Wählerinnen und Wähler honoriert. Ich konnte die meisten Zweitstimmen (3648) für die SPD thüringenweit gewinnen. Mir gibt das Kraft und Mut weiter zu machen. Bodo Ramelow gratuliere ich zu seinem fulminanten Wahlsieg. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibe ich am Ball und werde weiterhin für eine sozial gerechte Politik kämpfen. #zuhörenundmachen #diestadtsozialbewegen

 

Am Sonntag, 27. Oktober wählen gehen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich weiß, wo ich herkomme: aus einem Arbeitnehmerhaushalt und aus der Gewerkschaftsarbeit!
Ich weiß, wo ich hin will: an der Seite der Beschäftigten zu guter tarifgesicherter Arbeit und Ausbildung für Alle.
Ich weiß: die Arbeitswelt steht in vielen Bereichen vor einem großen Wandel, verbunden mit Chancen, Veränderungen und auch Risiken. Mein politischer Wille ist es, gemeinsam mit euch, mit euren Personal- und Betriebsräten, mit den Jugend- und Ausbildungsvertretungen und mit den Gewerkschaften die Bedingungen für gute, zukunftssichere Jobs in Thüringen zu schaffen und zu verbessern.
Im neuen Landtag will ich für eine Politik getreu der Thüringer Verfassung sorgen: jeder soll seinen Lebensunterhalt durch frei gewählte und dauerhafte Arbeit verdienen können! Nicht irgendeine Arbeit – sondern gute Arbeit!

Das ist mein Ziel, daran könnt ihr mich messen, darauf könnt ihr vertrauen – dafür brauche ich eure Unterstützung!

Ein rotes Sofa vor dem Schaufenster und ein Bürgersteig voll gebannter Gäste

Kevin Kühnert in „dem Denny Möller seinem SPD-Laden“

Denny Möller musste erst mal den Ton richtig einstellen – selbst ist der Mann. Man will ja auch nicht die Nachbarschaft zu laut beschallen. Schließlich sitzen einige Dutzend Gäste auf dem Bürgersteig in einer Wohngegend. Weil die Büroraume zu klein für so viele Interessierte waren, wurde die Veranstaltung kurzerhand auf den Bürgersteig vor‘s Schaufenster verlegt. Auf dem roten, etwas durchgesessenen Sofa nahmen Kevin Kühnert, Juso-Bundesvorsitzender, und Denny Möller, Landtagskandidat der SPD hier im Wahlkreis, Erfurter Stadtrat, Gewerkschafter und Naturfreund Platz.

Diskussion auf dem Bürgersteig

Denny und Kevin sind der Frage auf den Grund gegangen: „Wozu braucht es die SPD?“. Gar nicht so einfach, sollte man meinen. Aber Denny Möller hat da eine konkrete Vorstellung von einer solidarischen und sozialgerechten, linken Partei.

So lauteten dann auch die ersten Fragen: Ist die SPD noch links genug? Hat sie die Leute im Blick, die trotz wirtschaftlichem Aufschwung der letzten Jahre abgehängt sind oder die das Gefühl haben, der Aufschwung kommt nicht ganz bei ihnen an?

Kevin Kühnert sieht eine gute Entwicklung in der SPD und stellte fest: „Dass wir heute so weit sind, dass Olaf Scholz durch die Lande zieht und eine Vermögenssteuer fordert, das zeigt den Druck in der SPD, auch wieder linkere Positionen einzunehmen. Da hat sich in den letzten Jahren etwas getan.“ Gerade Denny treibt diese Entwicklung an. Er steht für gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Er will in den Thüringer Landtag, um sich für genau das einzusetzen.

SPD und Klimaschutz?

Die Gäste im Publikum trieb aber nicht nur das Thema Arbeit um. Einer fragte, wo die SPD in der aktuellen Debatte um Klimaschutz stehe. Der Klimakompromiss der Großen Koalition sei ja nun nicht der große Wurf. Davon wolle sich Kevin Kühnert nicht abschrecken lassen: „Die SPD war ja nie die erste, wenn es um entscheidende gesellschaftliche Veränderungen ging. Aber wenn man sich das man anguckt, zum Beispiel bei Klimaschutz oder bei LGBTQ*-Rechten: Da war die SPD am Ende die treibende Kraft, die den Atomausstieg oder die Ehe für Alle umgesetzt hat. Nicht die ersten, aber die, die es am Ende machen.“

Darauf ist auch Denny Möller stolz. Er befand: „Wir waren als SPD immer nah dran an der Gesellschaft und das müssen wir auch bleiben.“ Für ihn gilt deswegen auch im Klimaschutz: Es muss sich etwas tun, aber nicht gegen die Menschen, sondern mit ihnen.

Die AfD im Osten

Ein Thema, was die beiden auf dem roten Sofa besonders umtreibt, sind die  Wahlerfolge der AfD im Osten. Dazu fand Kevin ein treffendes Bild: „Es ist wie bei einem Autounfall: Alle fahren dran vorbei, glotzen, gaffen, reden drüber. Aber keiner hält an und fragt wie er helfen kann.“ Deswegen findet Kevin Kühnert es gut, dass 40 Jusos aus der ganzen BRD über das Wochenende nach Thüringen gekommen waren. Sie halfen den SPD-Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkampf an Infoständen, beim Plakatieren oder verteilten ihre Flyer. Ihnen galt ein besonderer Dank.

Das helfe nicht nur Denny, betonte Kevin: „Die sehen jetzt auch mal, wie das hier so ist. Sie kommen mit Thüringer SPD-Genossen und mit Wählerinnen auf der Straße ins Gespräch und bekommen ein Gefühl für die Leute hier.“ Das müssten, nach Meinung des Juso-Chefs viel mehr Verantwortliche in der SPD mal tun.

Parteiübergreifende Unterstützung: Thüringer Gewerkschafter im Publikum

Auch Gewerkschafter haben sich unters Publikum gemischt und stellten Fragen an Möller und Kühnert, selbstverständlich auch unangenehme. Ein Vertreter der Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Solidarität der SPD und der Jusos für Polizistinnen und Polizisten ein. Kevin Kühnert fand anerkennende Worte für deren harte Arbeit.

Ein weiterer Gewerkschafter hatte zwar auch kritische Worte für die SPD, lobte aber Rot-Rot-Grün und insbesondere Denny Möllers bisherige politische Arbeit: „Ich kenne Denny Möller schon sehr lange und habe seinen politischen Weg ganz nah verfolgt. Ich wähle diesmal den Sozialdemokraten Denny Möller.“

Der Abend wurde mit roter Brause und Erfurter Bier und vielen Zwiegesprächen beendet. Spätestens hier wurde klar, dass die SPD sich in ihrem Wesen nie verändert hat: Diskussionsfreudig und optimistisch, aber selbstkritisch.